
Diagnosen
Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht neurologischer Diagnosen, bei denen Physiotherapie sinnvoll unterstützen kann.
Jede Diagnose ist kurz erklärt – inklusive typischer Beschwerden und möglicher Therapieansätze.

Schlaganfall
Ein Schlaganfall (medizinisch: Apoplex oder Insult) entsteht, wenn ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Dadurch fehlen Sauerstoff und Nährstoffe, was dazu führt, dass Nervenzellen innerhalb weniger Minuten absterben. Je nach betroffenem Gehirnareal kann das zu Lähmungen, Sprachstörungen oder anderen Ausfällen führen.

Multiple Sklerose
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), also von Gehirn und Rückenmark. Sie gehört zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Strukturen angreift – in diesem Fall die Myelinscheiden (Schutzschichten) der Nervenzellen. Dadurch wird die Weiterleitung von Nervenimpulsen gestört, was verschiedene neurologische Symptome verursachen kann.

Morbus Parkinson
Morbus Parkinson ist eine chronisch fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die vor allem die Steuerung von Bewegungen betrifft. Sie entsteht durch den Untergang bestimmter Nervenzellen in der Substantia nigra, einem Bereich des Mittelhirns, der den Botenstoff Dopamin produziert. Dopamin ist entscheidend für die Koordination und Feinabstimmung von Bewegungen. Wenn Dopamin fehlt, geraten Bewegungen aus dem Gleichgewicht – sie werden langsamer, steifer oder unkontrolliert.

Amyotrophe Lateralsklerose
Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine seltene, aber schwer verlaufende neurodegenerative Erkrankung, bei der die Nervenzellen, die die Muskeln steuern (sogenannte Motoneuronen), nach und nach absterben. Dadurch werden die Muskeln zunehmend schwächer, bis sie ihre Funktion ganz verlieren. Die geistigen Fähigkeiten bleiben dabei in der Regel erhalten.

Huntington Krankheit
Morbus Huntington, auch Huntington-Krankheit oder Chorea Huntington genannt, ist eine erblich bedingte neurodegenerative Erkrankung des Gehirns. Sie führt zu einer fortschreitenden Schädigung bestimmter Nervenzellen, besonders in den Bereichen, die Bewegungen, Emotionen und Denken steuern. Das Wort "Chorea"kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Tanz“ – es bezieht sich auf die unwillkürlichen, zuckenden Bewegungen, die für die Krankheit typisch sind.

Guillain-Barré-Syndrom
Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine entzündliche Erkrankung des peripheren Nervensystems, bei der das Immunsystem die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark angreift. Dadurch wird die Reizleitung zwischen Nerv und Muskel gestört, was zu Muskelschwäche, Lähmungen und Empfindungsstörungen führen kann. Die Erkrankung tritt meist plötzlich auf und kann sich innerhalb weniger Tage entwickeln.
